Kann Roughale durchaus beipflichten.
Allerdings ist das beruhen auf Dick sehr relativ. Es "basiert" auf Dicks "The Golden Man". Die Übereinstimmungen beschränken sich weitesgehend auf die Gabe des Protagonisten, ansonsten sind Handlung, zeitliche Ansetzung und eigentlich so ziemlich alles verändert worden. Selbst der Charakter des Protagonisten, der in Dicks Geschichte meines Wissens eher weniger freundlich ist. In Dicks Geschichte geht es mehr um Mutanten und eine postapokalyptische Welt, wo eine Behörde den Hauptcharakter Cris jagt um ihn zu studieren. Dort hat er noch zusätzlich die Gabe mit seiner goldenen Haut Frauen dazu zu bringen zu tun was er will. Also die 2 Minuten in die Zukunft sehen sind eigentlich die einzigen Übereinstimmungen.
Von daher wird Dick wohl nur genannt, weil a) viele sich denken, wenn es von Dick ist muss es gut sein und b) wohl alleine wegen der Gabe x "Fans" im Netz aufgeschrien hätten es wäre abgekupfert.
Nicht das erste mal. Blade Runner (Vorlage Do Androids Dream of Electronic Sheep?), Total Recall (Vorlage We Can Remember It for You Wholesale) und Paycheck (Vorlage Paycheck) hatten ebenfalls sehr wenig mit Dicks Vorlagen zu tun. Am nahesten kamen jeweils noch Screamers, Minority Report und A Scanner Darkly zuletzt.
Zurück zum Film. Ich finde die Story kann daher recht gut auf eigenen Füßen stehen ohne den Zusatz "nach Philipp K. Dick" vor allem da es eben kaum zutrifft.
Cage fand ich mal wieder cool. Erinnerte mich von der Art her an seinen Charakter aus "Nur noch 60 Sekunden".
Julianne Moore und Jessica Biel sind ansich nicht so besonders mein Fall und nerven mich meistens. Hier gings. Biel hatte nicht viel zu sagen zum Glück und Moore gab die meiste Zeit nur Befehle.
Schön auch, dass wir nun seit Deutschland und Frankreichs Ablehnung Soldaten in den Irak zu schicken, die neuen Bösewichter für Amis kennen: Deutsche und Franzosen.

Die hier die Killertruppe mimten, während die Bombe und deren bewaffnete Bewacher offensichtlich aus Asien (Nordkorea?) stammten. Faszinierend wie die immer wieder Riesen Bomben in die USA kriegen. Man sieht also der Nahe Osten hat ausgediehnt, es leben die bösen Nordkoreaner und die fiesen deutschen und französischen Handlanger.
Die Action-Sequenzen waren äußerst cool. Die Special Effects nicht höchste Niveau (eher in der Region Final Destination 3 angesiedelt), aber immernoch durchaus über B-Movie-Ebene. Schwer vergleichbar mit Primeval zuletzt, daher lasse ich es mal.
Das Ende scheint einige bei imdb.com ziemlich missmutig gestimmt zu haben, aber ich fand es ganz nett. Wir sahen ne ziemlich geile letzte halbe Stunde, wen juckts wie es nun wirklich ablaufen wird, warscheinlich wird es deutlich unspannender mit seinem Vorwissen, von daher kein Grund es zu zeigen.
Nach den ersten 30 Minuten wird einem aber ziemlich klar, dass Cage unbesiegbar ist im wesentlichen, bzw. er eigentlich jedes Problem gelöst bekommt. Mit der Möglichkeit alle Szenarien durchzugehen, sucht er automatisch die Beste aus und das jedes Mal. Da geht einfach nix schief. Das sorgt für geringwerdende Spannung, aber dank der Visualisierung seiner Fähigkeit zum Ende hin, sieht es wenigstens cool aus.
Der Film kommt recht fix in Fahrt und hat kaum schleppende Momente, daher sind 1 1/2 Stunden in Ordnung.
Von mir gibt es ne 2- für kurzweilige gute Stimmung und coole Action.
EDIT: Das mit dem Altersunterschied fiel mir auch auf. Wobei Cage wohl nen deutlich jüngeren Charakter spielte als er selbst ist. Dürfte seine Rolle so auf Mitte 30 einschätzen (Cage ist 43) und Biels auf Mitte 20, vllt etwas drüber (Biel ist 25), also 10 Jahre im Film gehen schon. Moore ist 46 und zwar eher sein Bereich. Ich denke aber sie sollte auch älter wirken als er im Film und eher die erfahrene, toughe Agentin darstellen.
Aber große Altersunterschiede zwischen den Charakteren die Love Interests darstellen, ist ja nen alter Hut. In Action-Filmen Gang und Gebe, fiel mir zuletzt auch bei Shooter mit dem 36jährigen Wahlberg und der 24jährigen Kate Mara auf.
Sly, Arnie, Redford und Gere hatten in ihren Filmen immer deutlich jüngere Frauen. Der Trend geht wohl dahin bereits Schauspielern um die 30 bis 40 bereits nen ganzes Stück jüngere Damen an die Seite zu stellen.
In Liebesgeschichten schon eher angepasster öfters das Alter allerdings.