Ganz eigenartiger Film, teilweise mit richtig guten Momenten, aber sehr viel Leerlauf, sodass die kurze Laufzeit mir fast gar nicht so kurz vorkam, ich war erst erstaunt, als ich erstaunlich früh zuhause war...
Neben der zähen und sich immer wieder wiederholenden Handlung (was aber durchaus seinen Zweck erfüllte!) will ich mich auf die guten Szenen, bzw Momente konzentrieren.
Da gab es die ganze eigene Welt des Pornosüchtigen, der sich eigentlich in dieser sehr eingeschränkten Welt sehr wohl zu fühlen scheint, er hat alles was er braucht (ichz dachte immer, Apple hat ne Pornosperre

) und kann somit nicht als ein typisches Opfer einer Sucht erkannt werden. Dieser Ansatz hat mir sehr gefallen, denn sonst sind es doch immer die armen Süchtigen, die durch 90 Minuten Höllenqualen gehen müssen, um dann am Schluss happy und geheilt in den Sonnentuntergang zu reiten - *GÄHN* zu oft gesehen - somit war das hier ein sehr guter Ansatz.
Dann ist da auch die Tatsache, dass diese stumpfe, ja, primitive Art, aus der Familie stammt, Daddy ist tumber Sport und Weiberfreak (klasse dargestellt von Tony Danza), die Mutter ist die 0815 Hausfrau die nichts hinterfragt und dann ist da die in ihrem Smartphone lebende Schwester - aber das war einer der gelungenen Überraschungsmomente, als sie sich als das schwarze IQ Schaf der Familie outete.
Das langsame Herauskommen aus dieser fast authistischen Scheinwelt des Taschentuchverbrauchs war schön mit symbolischen Szenen dargestellt, am besten hat mir da die Szene gefallen, als er im Sportcenter zu den Basketballern geht anstatt allein zu trainieren...
Das alles klingt so positiv, aber irgendwie kann ich das nicht so ganz mit dem ganzen Film zusammenbringen, der teilweise mich rausgehen lassen wollte - insofern geb ich einfach mal ne 3, denn "nett" trifft es ganz gut...